Der BPI sieht in den jüngsten Entwicklungen des transatlantischen Handelsabkommens eine leichte Entspannung gegenüber den ursprünglich geplanten „Sonderzöllen“ für Human- und Tierarzneimittel, warnt jedoch in seiner aktuellen Pressemeldung vor anhaltender Unsicherheit und neuen Belastungen für die Branche.
Im Zollkonflikt hatten sich die USA und die EU bereits Ende Juli auf ein Abkommen geeinigt, das ab 7. August 2025 gelten soll. Die Vereinbarung lässt bestehende Zollsätze unangetastet – insbesondere auf Stahl und Aluminium. Diese unterliegen weiterhin einem Zollsatz von 50 Prozent. „Wenn es um Zölle geht, stehen Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten generell unter Druck – auch indirekt über die Lieferketten. Werden Vorprodukte, Hilfsstoffe oder Verpackungsmaterialien teurer, hat das unmittelbare Auswirkungen auf Produktion und Versorgung. Für die medizinische Versorgung ist entscheidend: Arzneimittel, Medizinprodukte, Kombiprodukte sowie Tierarzneimittel und veterinärmedizintechnische Produkte dürfen nicht zum Spielball von Handelskonflikten werden.“ so der BPI-Vorsitzende Oliver Kirst in einer Pressemeldung Ende Juli. Der BPI appelliert daher an die europäische und deutsche Politik, den Pharmastandort Europa gezielt zu stärken und globale Liefer- und Handelsbeziehungen dauerhaft abzusichern.
BPIvet nimmt die Entwicklungen zum Anlass, um die Betroffenheit der Hersteller von Tierarzneimitteln und VMTPs zu erfragen. Für die Forderung an die Politik nach Planungssicherheit für die Unternehmen und einen fairen Marktzugang, wollen wir ermitteln, mit welchen Auswirkungen Sie durch den anhaltenden Zollkonflikt mit den USA rechnen.
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