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Konzeptpapier zur Umweltbewertung von Ektoparasitika für Hunde und Katzen

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat ein Konzeptpapier zur Konsultation veröffentlicht, mit dem die bisherige Annahme infrage gestellt wird, dass Umweltrisiken durch die Anwendung von Tierarzneimitteln bei Heimtieren grundsätzlich vernachlässigbar sind. Ziel ist die Entwicklung einer Leitlinie für eine angepasste Umweltrisikobewertung bestimmter ektoparasitizider Produkte.

In der EU erfolgt die Umweltrisikobewertung (ERA) von Tierarzneimitteln in zwei Phasen gemäß den VICH-Leitlinien GL6 und 38. Für Produkte, deren Umweltauswirkungen als vernachlässigbar gelten, endet die ERA bereits in Phase I, ohne dass weitere Daten zu Umweltverhalten oder -wirkungen benötigt werden. 

Dies gilt bisher auch für Tierarzneimittel für Heimtiere, da deren Behandlung als Einzelfall angesehen wird. Neue Erkenntnisse, unter anderem aus einem CVMP-Reflexionspapier, stellen diese Annahme jedoch infrage – insbesondere bei bestimmten Tierarzneimitteln gegen Ektoparasiten. Daher soll dieses Konzeptpapier eine Grundlage für eine neue Bewertungsmethodik und Datengrundlage schaffen, für den Fall, dass die bisherige Annahme nicht mehr zutrifft.

Die Konsultationsphase wird am 31. Oktober 2025 enden. Kommentare können über das Formblatt der EMA eingereicht werden.